Unternehmerfrauen machen sich stark für Auszubildende

Augsburger UFH kooperieren mit der Handwerkskammer

(ho) Vor kurzem trafen sich die Frauen der UFH Region Augsburg mit Geschäftsbereichsleiter Bildung Markus Bottlang und Thomas Schmid von der Ausbildungsberatung der Handwerkskammer für Schwaben zum Erfahrungsaustausch in Sachen Ausbildung.

Das Handwerk stellt ungefähr ein Drittel aller Ausbildungsplätze und gerade die Unternehmerfrauen im Betrieb kümmern sich um die jungen Auszubildenden.

Ganz besonders im Jahr der Ausbildung haben es sich die Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) der Region Augsburg auf die Fahne geschrieben, ihren Azubis die besten Chancen im Berufsleben zu ermöglich. Was kann man besser machen? Wo fehlt Unterstützung? Wer hilft bei Problemen? Wissen die Jugendlichen eigentlich, wie interessant ein Handwerksberuf ist? Welche Aufstiegschancen sie haben? Diese Themen wurden in der Handwerkskammer besprochen.

Nicht immer verläuft die Ausbildung reibungslos. Die Tendenz der letzten Jahre zeigt, dass es immer schwieriger wird, manchen Jugendlichen den Ausbildungsinhalt und Werte zu vermitteln, oftmals stößt der Ausbilder an seine Grenzen. Aus diesem Grunde wünschen sich die Unternehmerfrauen Fortbildungen, in denen das pädagogische Handwerkszeug vermittelt wird, um diese
Konfliktsituationen besser meistern zu können. Das Beste für die Wirtschaft, für zukünftige Facharbeiter, für die Jugendlichen wäre ein betrieblicher Sozialpädagoge, der die verschiedenen Betriebe bei ihren Ausbildungsproblemen unterstützen kann.

Bottlang berichtete dann von einem Modellversuch des Kultusministeriums, in dem Jugendliche mit einem Realschulabschluss ausbildungsbegleitend die FOS absolvieren können. Die nächstmögliche Gelegenheit bietet allerdings nur die Berufsschule in Lauingen.

Betriebe können das so genannte Matching der HWK in Anspruch nehmen, d.h. die HWK betreibt eine passgenaue Vermittlung von geeigneten Bewerbern an die suchenden Betriebe. Besonders attraktiv für Jugendliche dürfte das Programm der Handwerkskammer „Berufsbildung ohne Grenzen“ sein. Hier vermittelt die HWK Auslandsaufenthalte für Lehrlingsaustausch mit Sprachkursen; denn die Fähigkeit, in einem internationalen Umfeld zu lernen und zu arbeiten, ist eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Berufsleben in einer globalisierten Wirtschaft. Verstärkt werden Mitarbeiterinnen benötigt, die mobil, flexibel und international erfahren sind. Der beste Weg, seine fremdsprachlichen, fachlichen und interkulturellen Kompetenzen bereits während der Ausbildung zu erweitern, ist ein Praktikum im Ausland. An diesem Programm können auch junge Gesellen teilnehmen. Mehr auf www.mobilitaetscoach.de.

Besonders ansprechend dürfte auch das Programm xchange sein; hier kann jeder Lehrling in diesem Rahmen (www.xchange-info.net) vier Wochen seiner betrieblichen Ausbildung in einer Firma eines anderen Landes (Deutschland, Österreich, Schweiz, Lichtenstein, Oberitalien, Elsass) absolvieren. Im Gegenzug kommt ein Lehrling der Austauschfirma in das eigene Unternehmen. xchange hilft bei der Suche nach einer geeigneten Firma, bei der Organisation und der Finanzierung.

Thomas Schmid von der Ausbildungsberatung zeigte anschließend das umfangreiche Beratungs- und Hilfsangebot der HWK auf, die nicht nur zukünftige Azubis beraten, sondern auch die Eltern, die Ausbilder und die Betriebe. Sie besuchen auch die Betriebe und unterstützen die Beteiligten in einer Konfliktsituation.

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Veröffentlicht
16:17:57 07.05.2010
Quelle
http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de